Fermentierter Weißkohl trifft Asia-Suppe – herzhaft, frisch, überraschend tief
Diese Suppe lebt von Kontrasten: mild fermentierter Weißkohl, würzige Hackfleischnocken, frische Kräuter und ein klarer, kräftiger Fond. Die Idee lehnt sich an asiatische Suppenküchen an, kombiniert aber heimischen Weißkohl mit Techniken, die Du sonst eher aus der Fermentation kennst. Genau dieser Zwischenschritt macht den Unterschied – der Kohl bringt Säure, Tiefe und eine angenehme Frische.
Das Rezept lässt sich gut vorbereiten, ist erstaunlich leicht und trotzdem sättigend. Ideal, wenn Du Lust auf etwas Wärmendes hast, das nicht schwer im Magen liegt.
Eingelegter Weißkohl – Basis mit Charakter
Durch das kurze Antrocknen verliert der Kohl überschüssige Feuchtigkeit. Das sorgt dafür, dass er beim Einlegen knackig bleibt und die Lake nicht verwässert.
- 1 Kopf Weißkohl
- 2 TL Salz
- 2 TL Zucker
- 3 EL Reisessig
- 500 ml Wasser
Die äußeren Blätter entfernen, den Kohl achteln und in feine Streifen schneiden. Auf einem sauberen Tuch ausbreiten und etwa 2 Stunden antrocknen lassen. Anschließend in eine Schüssel geben, mit Salz und Zucker bestreuen und mit den Händen kräftig durchmischen. Dabei den Kohl leicht drücken, bis Saft austritt.
Den Kohl in ein hohes Gefäß füllen, Reisessig und Wasser zugeben und alles so andrücken, dass der Kohl vollständig bedeckt ist. Mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort mindestens 48 Stunden ziehen lassen. Danach luftdicht verschließen und im Kühlschrank lagern. Dort hält sich der Kohl problemlos mehrere Wochen.
Zutaten für die Suppe
- 150 g gemischtes Hackfleisch
- 1 Ei
- 3 EL helle Sojasoße
- 1 TL Currypulver
- 1 Chilischote
- 0,5 Bund Koriander
- 25 g frischer Ingwer
- 4 Blätter Chinakohl
- 100 g Zuckerschoten
- 100 g Sojasprossen
- 1,2 l kräftiger Gemüsefond
- 50 g eingelegter Weißkohl
- Öl zum Braten
- Salz, Zucker, Pfeffer
Zubereitung
Koriander waschen, trocken schütteln und die Blätter fein schneiden. Chili waschen und sehr fein würfeln. Hackfleisch mit Sojasoße, Currypulver und Chili vermengen. Das Ei verquirlen, die Hälfte des Korianders unterheben und alles zu einer glatten Masse verkneten.
Mit zwei Löffeln gleichmäßige Nocken formen und diese in einer Pfanne in heißem Öl rundum goldbraun anbraten. Sie müssen nicht komplett durchgaren, das erledigt später die Suppe.
Chinakohl in feine Streifen schneiden, Zuckerschoten schräg in etwa 2 cm breite Stücke schneiden. Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Sojasprossen gründlich abspülen.
Den Fond mit dem Ingwer aufkochen. Hackfleischnocken, Chinakohl, Zuckerschoten, eingelegten Weißkohl und Sojasprossen zugeben. Kurz sprudelnd aufkochen lassen, dann abschmecken. Je nach Säure des Kohls mit etwas Zucker ausbalancieren, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abrunden.
Anrichten
- 60 g Reisnudeln
- 3 Knoblauchzehen
- 1 Bio-Limette
Reisnudeln nach Packungsanweisung garen. Knoblauch schälen, fein hacken und in wenig Öl langsam goldbraun frittieren. Limette heiß abwaschen, Schale fein abreiben und den Saft auspressen.
Reisnudeln in Schalen verteilen, mit etwas Limettensaft beträufeln und die heiße Suppe darüber geben. Mit frittiertem Knoblauch, restlichem Koriander und Limettenabrieb vollenden.
Allergenfreie & flexible Varianten
Glutenfrei: Reisnudeln und glutenfreie Sojasoße verwenden.
Vegetarisch: Hackfleisch durch fein gehackte Champignons oder eine Mischung aus Pilzen und gekochten Linsen ersetzen.
Vegan: Zusätzlich Ei weglassen und die Nocken mit etwas Stärke binden.