Knuspriges Jalapeño-Cheddar-Sauerteigbrot – außen rustikal, innen würzig und saftig
Wenn kräftiger Käse auf Sauerteig trifft und eine leichte Chili-Schärfe ins Spiel kommt, entsteht ein Brot, das garantiert nicht im Brotkorb liegen bleibt. Dieses Jalapeño-Cheddar-Sauerteigbrot kombiniert eine aromatische, saftige Krume mit einer rustikalen Kruste – und überrascht bei jedem Bissen mit kleinen Taschen geschmolzenen Käses.
Die Idee für solche „Inclusions-Brote“ kommt ursprünglich aus der Artisan-Bread-Szene der USA. Dort experimentieren Bäcker seit Jahren damit, Zutaten direkt in die Teigstruktur einzuarbeiten. Käse, Oliven oder Chili werden dabei nicht als Topping verwendet, sondern gleichmäßig im Teig verteilt. Das Ergebnis: Geschmack in jeder Scheibe.
Warum Jalapeño und Cheddar so gut zusammenpassen
Die Kombination aus mildem Cheddar und leicht scharfen Jalapeños ist ein Klassiker. Der Käse bringt Fett, Aroma und eine cremige Textur mit, während die Chili eine frische, leicht pikante Note liefert. Beim Backen schmilzt der Käse in kleinen Inseln im Teig – genau das macht dieses Brot so besonders.
Wenn du es milder möchtest, entferne einfach die Kerne der Jalapeños oder ersetze einen Teil durch milde grüne Paprika.
Zutaten
- 450 g Weizenmehl Type 550
- 50 g Weizenvollkornmehl
- 350 g Wasser
- 100 g aktiver Weizensauerteig
- 10 g Salz
- 120 g Cheddar, grob gerieben
- 60 g Jalapeños in Scheiben
Hydration: etwa 72 % – ideal für eine lockere, saftige Krume.
So bereitest du das Brot zu
1. Autolyse
Mische Mehl und Wasser nur so lange, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind. Lass den Teig 30-45 Minuten ruhen. Diese Phase verbessert die Glutenstruktur deutlich.
2. Sauerteig und Salz einarbeiten
Gib Sauerteig und Salz dazu und knete alles kurz ein. Der Teig wird schnell elastischer und beginnt Struktur zu entwickeln.
3. Stockgare mit Dehnen und Falten
Lass den Teig etwa 3-4 Stunden bei Raumtemperatur ruhen. Alle 30 Minuten wird er gedehnt und gefaltet. Diese Technik stärkt das Glutennetzwerk ohne intensives Kneten.
4. Jalapeños und Cheddar einarbeiten
Beim zweiten oder dritten Falten streust du Käse und Jalapeños auf den Teig und arbeitest sie vorsichtig ein. Versuche, sie gleichmäßig zu verteilen.
5. Formen
Forme einen runden oder länglichen Laib und lege ihn mit dem Schluss nach oben in ein bemehltes Gärkörbchen.
6. Kalte Gare
Der Teig reift nun 10-12 Stunden im Kühlschrank. Diese lange Fermentation bringt deutlich mehr Aroma.
7. Backen
Heize den Ofen mit einem schweren Topf auf 250 °C vor. Stürze den Teigling hinein, schneide ihn ein und backe ihn 20 Minuten mit Deckel. Danach weitere 20-25 Minuten ohne Deckel bei 220 °C.
Das Brot ist fertig, wenn die Kruste tief goldbraun und knusprig ist.
Allergenfreie Alternativen
- Glutenfrei: Verwende eine glutenfreie Brotmehlmischung mit Flohsamenschalen und einen aktiven glutenfreien Sauerteig.
- Laktosefrei: Gereifter Cheddar ist meist sehr laktosearm. Alternativ funktioniert auch ein pflanzlicher Reibekäse.
- Mildere Variante: Ersetze einen Teil der Jalapeños durch milde Paprika.
Servierideen
Dieses Brot passt hervorragend zu:
- Tomatensuppe
- Chili sin Carne
- gegrilltem Gemüse
- oder einfach frisch mit Butter
Leicht getoastet entwickelt der Cheddar übrigens noch einmal deutlich mehr Aroma.