Die knusprige Vanille-Schichttorte, die immer Eindruck macht
Manchmal braucht es ein Gebäck, das schon beim Anschneiden zeigt, wie viel Liebe darin steckt. Diese zarte Schichttorte aus knusprigen Böden und einer üppigen Vanillecreme stammt ursprünglich aus dem osteuropäischen Raum, wo mehrlagige Festtagstorten seit Jahrhunderten Tradition haben. Die Technik ist simpel, aber wirkungsvoll: Viele hauchdünne Teigplatten, die einzeln gebacken und später zu einer beeindruckenden Torte gestapelt werden.
Die Böden erinnern fast an einen mürben Crêpe-Keks, während die Creme dank echter Vanille und einer sanft eingekochten Puddingbasis herrlich seidig wird. Alles zusammen ergibt ein Dessert, das nach Familienfeier schmeckt – ohne komplizierte Schritte, aber mit einer Optik, die jeden Besuch überrascht.
Zutaten für 12 Stücke
Teig
- 500 g Mehl (Weizenmehl Type 550 oder Dinkelmehl 630)
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 250 g Butter (kalt; alternativ Margarine)
- 1 Ei (Größe M)
- 250 ml eiskaltes Wasser
Vanillecreme
- 200 ml Milch (oder pflanzliche Milch für eine laktosefreie Variante)
- 1 EL Speisestärke
- 2 Eier (Größe M)
- 1 Vanilleschote oder 1 TL Vanillepaste
- 300 g weiche Butter (oder vegane Alternative)
- 400 ml gesüßte Kondensmilch (alternativ Kokosmilch + 3 EL Zucker)
Außerdem
- Springform oder Tortenring (24 cm Durchmesser)
- Backpapier
Zubereitung
1. Teig vorbereiten
Mehl, Backpulver und Salz mischen. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und mit den Fingerspitzen rasch einarbeiten, bis feine Krümel entstehen. Ei und eiskaltes Wasser verquirlen und zum Teig geben. Alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Den Teig in 8 flache Portionen teilen, abdecken und mindestens 1 Stunde kalt stellen.
2. Puddingbasis kochen
Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Stärke mit 6 EL Milch glatt rühren. Eier einarbeiten. Die restliche Milch mit Vanillemark erhitzen und die Eier-Stärke-Mischung einrühren. Unter Rühren leicht aufkochen, bis die Masse eindickt. Den Pudding direkt an der Oberfläche abdecken und kalt stellen.
3. Böden backen
Je zwei Teiglinge nacheinander 3 mm dünn ausrollen. Mit einer Springform Ringe ausstechen. Die Böden mehrfach einstechen und bei 170 °C Umluft etwa 10 Minuten backen. Vollständig abkühlen lassen. Teigreste ebenfalls backen, abkühlen und später fein zerbröseln.
4. Creme anrühren
Weiche Butter mehrere Minuten cremig aufschlagen. Kondensmilch in dünnem Strahl einlaufen lassen. Den vollständig abgekühlten Pudding klümpchenfrei unter die Buttercreme rühren.
5. Schichten & kühlen
Alle Böden mit Creme bestreichen und sorgfältig übereinanderstapeln. Die restliche Creme rundherum verteilen und die Torte mit Teigstreuseln bestreuen. Mindestens 12 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen – erst dann verbinden sich Böden und Creme perfekt.
Tipps & Alternativen
- Laktosefrei: Butter und Kondensmilch durch pflanzliche Alternativen ersetzen.
- Glutenfrei: Helles glutenfreies Mehl verwenden und Teig etwas länger kühlen.
- Aromakick: Ein Hauch Zitronenabrieb oder Tonkabohne gibt der Creme zusätzliche Tiefe.